Dabei geht es um den schleichenden Verfall, der entsteht, wenn Möbel in feuchten und schlecht belüfteten Räumen stehen:

Zuerst entwickeln sich Schimmel und Mehltau, Stockflecke entstehen oder die Oberflächen der Möbel nehmen ein pelziges Aussehen an. Dann wird das Holz weich, beginnt zu zerbröseln und zerfällt zuletzt ganz. Feuchtigkeit weicht ebenfalls tierische Leime auf, löst dadurch Verbindungen, und wölbt Furniere auf. Knochenleim zieht Schimmelpilze geradezu an. Stuhl- und Tischbeine, die lange Zeit auf feuchtem Boden stehen, faulen schließlich ab. Hölzerne Bilderrahmen und die Schnüre, an denen sie aufgehängt sind, sind ebenfalls dem Verfall ausgesetzt.

Bei Möbeln in derartigem Zustand muss/sollte der Besitzer sehr vorsichtig handeln: diese Möbel in einem mäßig warmen und gut belüfteten Raum trocknen; plötzliche Temperaturänderungen richten noch mehr Schaden an.

Die Schubladen (wenn vorhanden) und Türen an den Möbeln weit öffnen für den Trocknungsprozess. In der Zeit kann sich der Knochenleim wieder festigen, wenn er nicht schon zerstört ist, aufgeweichte Verbindungen können sich ebenfalls wieder festigen. Wenn nötig, muss eine Behandlung der Möbelgegen Fäulnis und Schimmelpilz durchgeführt werden.