Aufarbeitung von Korbgeflecht

Unsere Flechterei restauriert das Geflecht Ihrer Stühle und Sessel

Das Flechten

zählt zu den ältesten Traditionen der Menschheit und ist ein Meisterhandwerk. Unser Flechtmeister ist ein Profi mit mehr als 40 Jahren Berufserfahrung. Liebevoll restauriert er aus traditionellen Flechtmaterialien Ihre Geflechte – ob Wiener Geflecht, Strohgeflecht für Worpsweder Stühle, Rattansessel oder den eleganten Thonet-Stuhl.

Stuhl Wiener GeflechtDie Aufarbeitung von Korbsesseln und Schaukelstühlen wird von uns individuell gestaltet. Bei historisch handgeflochtenen Stühlen z. B. aus den Wiener Werkstätten wird die Sitzfläche in unserer Korbflechterei per Hand nach Originalmuster geflochten. Bei den Thonet-Stühlen, deren Rohrgeflecht industriell von der Rolle gefertigt wird, verwendet auch unsere Werkstatt das entsprechende Fertiggeflecht. Wir beraten Sie sehr gerne individuell bei der Aufarbeitung Ihres Lieblingsstücks.

Historie: Von der Pflanze zum Korbstuhl

Das Wort Flechten beschreibt nicht nur die entsprechenden Pflanzen, sondern auch ein uraltes Handwerk. Die Flechten“pflanzen“ gehören botanisch zur Klasse der Pilze. In jeder Flechte können mehrere unterschiedliche Pilzarten vorkommen. Weltweit gibt es rund 25.000 verschiedene Flechtenarten, in Mitteleuropa rund 2.000. Die Pflanze hat jedoch nichts mit der Flechttechnik gemein, wie sie im Möbelbau Verwendung fand. Hierfür wird vorwiegend der Rohstoff Bast, früher auch Schilf, Binsen oder Stroh genutzt. Für Gegenstände, die hohen Belastungen ausgesetzt waren, nutzte man Spaltholz wie beispielsweise Eiche oder Kastanie.

Übrigens: Das Wort Textil kommt von dem Lateinischen „textere“ und bedeutet übersetzt so viel wie „flechten“ – damit gehört das Flechten zu den ältesten Techniken der Stoffverarbeitung und entstand schon lange vor dem Weben. Die ältesten erhaltenen geflochtenen Körbe wurden im Nahen Osten entdeckt und auf ein Alter von rund 12.000 Jahren geschätzt.

Im Gegensatz zum Weben, bei welchem die Materialien rechtwinklig zueinander zugeführt werden, wird beim Flechten das Material diagonal zugeführt, was das bekannte Flechtmuster entstehen lässt. Die Flechten werden für die Verarbeitung mehrfach diagonal ineinander geschlungen, bekannt auch als Wiener Geflecht oder Wabengeflecht. Dünne etwa 2,5 mm breite Rattanstreifen laufen gespannt in vier Richtungen (alle 45°) und werden in den senkrechten Bohrungen des Rahmens verknotet. Hierbei ist Expertise gefragt, denn das Geflecht muss unbedingt in einem Arbeitsgang verarbeitet werden, um optimale Resultate zu erzielen.