Die Kunst des Flechtens

Zum besseren Verständnis unserer Tätigkeiten stellen wir Ihnen auf dieser Seite in unregelmäßigen Abständen einige Projekte vor.

Das Wort Flechten beschreibt nicht nur die als allgemein bekannte längliche Pflanzen, sondern auch ein Handwerk. Die Flechten“pflanzen“ gehören zur Klasse der Pilze (Fungi) und in jeder Flechte können mehrere unterschiedliche Pilzarten vorkommen. Weltweit gibt es rund 25.000 verschiedene Flechtenarten, in Mitteleuropa rund 2.000. Diese Pflanze hat jedoch nichts mit der Flechttechnik gemein; hierfür wird vorwiegend der Rohstoff Bast, früher auch Schilf, Binsen oder Stroh genutzt. Für Gegenstände, die hohen Belastungen ausgesetzt waren, nutzte man Spaltholz wie beispielsweise Eiche oder Kastanie.

Im Gegensatz zum Weben, bei welchem die Materialien rechtwinklig zueinander zugeführt werden, wird beim Flechten das Material diagonal zugeführt, was das bekannte Flechtmuster entstehen lässt.

Übrigens: Das Wort Textil kommt von dem Lateinischen „textere“ und bedeutet übersetzt soviel wie „flechten“ – damit gehört das Felchten zu den ältesten Techniken zur Stoffverarbeitung und entstand schon lange vor dem Weben. Die ältesten erhaltenen geflochtenen Körbe wurden im Nahen Osten entdeckt und auf ein Alter von rund 12.000 Jahren geschätzt.

Die Flechten werden mehrfach diagonal ineinandergeschlungen, bekannt auch als Wiener Geflecht oder Wabengeflecht. Dünne etwa 2,5 mm breite Rattanstreifen laufen gespannt in vier Richtungen (alle 45°) und werden in den senkrechten Bohrungen des Rahmens verknotet.

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