‚Vergolden‘ ist auch eine unserer Tätigkeiten. Allerdings ist diese Tätigkeit etwas ganz Besonderes , auch für den jeweiligen Restaurator. Er braucht nämlich besonderes Werkzeug beim ‚Umgang mit Blattgold‘ (‚loses‘ Blattgold wird in Heften zu 25 Blatt verkauft) Er braucht ein ‚Vergolderkissen‘: das ist ein gepolstertes Brett mit einem Lederüberzug zum Schneiden von losem Blattgold. Er kann Blattgold auch reinigen mit einem polierrotgetränkten Stoff aus einem leeren Blattgoldbuch;

Auf dem Vergolderkissen befindet sich ein aus Papier gefalteter Schutzschirm, der die Materialien vor Luftzug schützt. Außerdem ist auch wieder ein Pinsel im Spiel: Der ‚Anschießer‘ oder ‚Anschusspinsel‘ dient zum Aufheben von Blattgold. Er wird aus Eichhörnchenhaar hergestellt und ist in drei verschiedenen Größen, passend zur jeweiligen Blattgröße, erhältlich. Diese Pinsel müssen zwischen steifen Kartonstücken aufbewahrt werden (zur weiteren Verwendung!).

Ein wichtiges spezielles Werkzeug ist das ‚Vergoldermesser‘. Es schneidet das (Blatt)Gold, aber nicht das Kissen bei der Bearbeitung. Die (Messer) Schneide überprüfen wir natürlich auf Unregelmäßigkeiten und schleifen bei Bedarf nach.

Ein andere wichtiges Werkzeug beim Vergolden sind die ‚Vergoldermopps‘. Die ‚Mopps‘ werden einerseits aus dunklem Eichhörnchenhaar, andererseits aus weißem Schweinehaar hergestellt. Die ersteren werden zum Bewegen und Befestigen des Blattgolds gebraucht, letztere zum Aufbringen von Anlageöl, Bolus, Netzen und Schellack. Beim Polieren ist das Werkzeug gewöhnlich aus ‚Achat‘. Aus diesem Material werden Poliersteine verschiedener Größe hergestellt.

Zuletzt noch ein paar Bemerkungen zum Material zum Vergolden:

Kaninchenhautleim auf Proteinbasis wird als Granulat oder in Blattform angeboten, zusammen mit Schlämmkreide wird er zur Herstellung von Kreidegrund verwendet. Die Tonsubstanz ‚Bolus‘ ist in verschiedenen Farben erhältlich. Die Auswahl wird durch den Farbton des Originals bestimmt.

Blattgold und Transferblattgold wird in Heften zu 25 Blattt verkauft, ist aber nur für Ölvergoldungen geeignet. Anlageöl ist ein Lack auf Ölbasis, der als Grundierleim für Transferblattgold verwendet wird. Die Trockenzeit beträgt zwischen 1 und 16 Stunden.

Es werden noch mehr Spezialwerkzeuge aufgeführt in der Folge, aber für jetzt sind wir für Sie die D&A Kunsttischlerei

Hier kommen wir nun zu anderen Materialien, die der Restaurator braucht, um alte Möbel fachgerecht zu restaurieren.

Es können Posterarbeiten nötig werden; hier ist eine Liste der benötigten Werkzeuge:

Zerlegen und Spannen: eine Nagelklaue für festsitzende Stifte und Nägel, und ein Gurtspanner sind sehr wichtig;

Verschiedene Nadeln: die Rundnadel, die halbrunde Nadel, die gerade Nadel und die zweispitzige Garniernadel und: Ein Tacker ist nicht traditionell, aber sehr gut zu verwenden: der häufige Gebrauch von Polsternägeln kann durch seinen Einsatz vermieden werden.

Sehr gut eignet sich ein Polsterhammer mit magnetischem Kopf: eine gute Hilfe zum Aufheben und richtigen Ansetzen der Nägel. Verteiler sind außerordentlich wichtig: Man braucht sie, um die verschiedenen Lagen von Polstermaterial gleichmäßig über die Sitzfläche zu verteilen. Sie können auch durch die Polsterleinwand gestochen werden. Dabei wird die mittlere Größe am häufigsten verwendet.

Bitte beachten: D & A Kunsttischlerei GmbH seit 40 Jahren Meisterbetrieb

Was ist ein “Zapfen“? ich musste mal wieder mein großes Lexikon für die genaue Definition zu Rate ziehen: ein Zapfen ist ein meist zylindrisches oder kegelstumpfförmiges Bauelement, das als Verbindungs-, Befestigungs- oder Gelenkteil dient. Holzverbindungen wurden und werden auch heute noch (zusammen)geleimt zur größeren, garantierten Festigkeit. So eine Verbindung wieder ‚auf‘ zukriegen, war nur mit einer (sehr) scharfen Säge zu schaffen. Aber man wollte die Holzverbindung nicht einfach zersägen und damit zerstören . Mit der sehr scharfen Zapfensäge kann man die Trennung der Teile so bewerkstelligen, dass keines der beiden (zu) große Schäden davonträgt.Neben der Zapfensäge gibt es viele andere Spezialwerkzeuge für den Restaurator und den (Amateur), wie z.B. die Zinkensäge. Sie dient zu feineren Sägearbeiten , eben zum Sägen von Schwalbenschwanzzinken. Nun muss ich wieder nachsehen: Was ist eine Schwalbenschwanzverbindung oder –zinkung? Das ist die Verbindung zweier Bauteile durch trapezförmige ineinandergreifende Teile, auch ‚Zinken‘ genannt. Wer bereits Laubsägearbeiten gemacht hat, weiß, dass Sägen nicht ganz einfach ist: Manchmal haken die Zähne bei der Laubsäge, darum muss man versuchen, gleichmäßigen (Säge-)Druck auszuüben. Für andere Sägen gibt es eine Rückenschiene, also ein Zusatzgewicht: Ein Gewicht erleichtert das Sägen. Es ist vorteilhaft für das manuelle Sägen, dient aber auch im maschinellen Betrieb.

Der Hobel ist sehr wichtig für den Restaurator. Es gibt den Rauhobel, auch genannt die Raubank. Er dient zur Bearbeitung sehr unebener(rauher) Oberflächen. Erst nach seiner Verwendung wird der feinere Putz- oder Schlichthobel benutzt.

Es gibt auch den Schabhobel, mit dem der Restaurator gewölbte Oberflächen bearbeiten kann.

Es gibt verschiedene Arten von ‚Schraubendrehern‘, die der Restaurator in Form und Funktion kennen muss: hier eine kleine Auswahl:

Der ‚Elektriker-Schraubendreher‘ ; ein größerer (normaler) Schraubendreher; der Kreuzschlitzschrauben dreher und der traditionelle ‚Schreiner’schraubendreher.

Der Restaurator wird darauf achten, keine ‚stumpfen‘ Schraubendreher zu verwenden, um so Beschädigungen der zu restaurierenden Möbel zu vermeiden.

Ein anderes wichtiges Handwerkszeug ist die Zange, weil der Restaurator auch manchmal Nägel entfernen muss.

Vor kurzer Zeit las ich von einer ‚Anleitung zum Furnieren‘ mit Spezialwerkzeug und sehr scharfen Messern und Klingen.

Das ist wirklich eine Arbeit für den Fachmann bzw. (seine)Fachwerkstatt.